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New Work
| SBIF Team

New Work: Mehr als ein schönes Büro

Visualisierung eines modern eingerichteten Büros neben dem Artikeltitel New Work: Mehr als ein schönes Büro auf rotem Hintergrund. Oben die Logos von SBIF und NORNORM

Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant, unsere Büromöbel meist nicht. Während Anforderungen komplexer und Teams flexibler werden, stehen Schreibtische und Schränke jahrelang unverändert am selben Platz. Wie können Arbeitsräume mit dieser Dynamik Schritt halten?

Über Jahre abgeschrieben, selten verändert und im Zweifel entsorgt, wenn sie nicht mehr gebraucht werden: Das ist weder wirtschaftlich noch nachhaltig sinnvoll. Denn wenn sich Anforderungen schneller verändern als unsere Arbeitsumgebung, entstehen unnötige Kosten und hoher Ressourcenverbrauch. Wir haben uns gefragt: Wie lassen sich Arbeitsräume flexibler und nachhaltiger gestalten? Im Austausch mit Nornorm entstand daraus eine Kooperation. Das Thema: New Work.

Dass ein Tischkicker im Büro nicht die Antwort ist, ist mittlerweile hoffentlich auch in den Organisationen angekommen, die New Work bisher vor allem dekorativ verstanden haben. New Work ist kein einzelner Trend, sondern ein Zusammenspiel aus drei Säulen: Bricks (die Räume, in denen wir arbeiten), Bytes (die Technologien, die uns unterstützen) und Behaviour (die Haltung und Kultur, die unsere Zusammenarbeit prägen). Alle drei greifen ineinander und wirken zusammen. Deshalb starten wir unsere Themenreihe „New Work“ mit den Bricks, den Räumen, in denen moderner Arbeitsalltag sichtbar wird.

Unser Büro als Reallabor für New Work

Wenn sich Arbeitsweisen verändern, müssen sich auch Arbeitsräume anpassen. Im Rahmen unserer Kooperation mit Nornorm haben wir unser Büro deshalb als Reallabor genutzt und neugestaltet. Denn als junge gemeinnützige Organisation befinden wir uns im stetigen Wandel und setzen in den nächsten Jahren auf Wachstum.

Daher wandeln sich auch die Anforderungen an unser Büro: Nicht alle Personen arbeiten in Vollzeit, nicht alle sind permanent in Berlin, nicht alle kommen täglich ins Büro. Mal braucht es Ruhe, mal Telefonate, mal kreative Meetings. Umso wichtiger ist es, dass sich unsere Arbeitsumgebung flexibel anpassen kann. Gemeinsam mit Nornorm haben wir ein Bürokonzept erarbeitet, das auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ihre Einrichtungslösungen werden im Rahmen eines Abonnement-Modells bereitgestellt, bei dem Möbel aufgearbeitet, repariert und wiederverwendet werden. So lässt sich ihre Lebensdauer verlängern und Zirkularität sicherstellen, während gleichzeitig Kosten, Abfall und CO₂-Emissionen reduziert werden.

Ein Büro, drei Zonen

In unserem Büro sind dadurch drei Zonen für unterschiedliche Bedürfnisse entstanden:

  • Fokusbereich: Im vorderen Teil unseres Büros sind vier ergonomische Einzelarbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen und Schallschutzelementen. Sie sind perfekt für Aufgaben, die Konzentration und Ruhe erfordern.

  • Privater Mikrokosmos: Unsere Telefonbox bietet die nötige akustische und visuelle Abgrenzung vom Rest des Büros, wenn Online-Meetings oder Telefonate anstehen. Kein halb geflüstertes Teams-Meeting im Großraum, keine „Kannst du kurz rausgehen?“-Momente und keine störenden Hintergrundgeräusche für andere Teilnehmende.

  • Kreativitätsbereich: Im hinteren Teil unseres Büros befinden sich zwei bequeme Sessel, ein gemütlicher Teppich und Yogakissen. Hier finden wir uns für unsere Offline-Meetings zusammen, diskutieren, brainstormen und lassen unserer Kreativität freien Lauf.

Die drei Zonen im Büro: Fokusbereich, privater Mikrokosmos und Kreativitätsbereich.

Impulse für größere Arbeitswelten

Unser Büro zeigt: Wenn Räume flexibel gedacht und bewusst gestaltet werden, können sie sowohl den unterschiedlichen Bedürfnissen einzelner Teammitglieder gerecht werden als auch nachhaltiger funktionieren. Die Erkenntnisse aus diesem Reallabor lassen sich dabei nicht nur auf kleine Teams übertragen, sie bieten auch wertvolle Impulse für größere Organisationen und ganze Arbeitsumgebungen. Denn die Anforderungen an Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Ressourcenschonung stellen sich nicht nur im einzelnen Büro, sondern in gesamten Gebäuden.

Doch moderne Arbeitswelten bestehen nicht nur aus physischen Räumen. Auch Technologien spielen eine zentrale Rolle dabei, wie wir zusammenarbeiten und Arbeitsumgebungen nutzen. Im nächsten Beitrag unserer Themenreihe „New Work“ werfen wir einen Blick auf die zweite Säule Bytes und auf die Frage, wie digitale Tools unseren Arbeitsalltag erleichtern.